Impuls

O Heiliger Geist

 

du Liebe des Vaters

und des Sohnes,

 

gib mir immer ein,

was ich denken soll.

Gib mir immer ein,

was ich sagen soll und

wie ich es sagen soll.

 

Gib mir ein,

was ich verschweigen soll

und wie ich mich dabei verhalten soll.

 

Gib mir ein,

was ich zur Ehre Gottes,

zum Wohl der Seelen und

zu meiner eigenen Heiligung

tun soll.

 

Gebet des hl. Papstes Johannes Paul II.

 

Pfarrverband Weißenburg

 

Ellingen mit

Weißenburg

Stopfenheim

Faschingstradition in Ellingen

Faschingspredigt 2021

 

Wie jedes Jahr im Fasching dann

Kommt eine gereimte Predigt dran

Doch heuer in dem Coronafrust

Hätt fast gefehlt des Reimens Lust

 

Ich will es heute trotzdem wagen

Ein Christ soll ja niemals verzagen

Den Fasching konnt Corona rauben

Zerstören kann es nicht den Glauben

 

Der Reim ein großes „Trotzdem“ sei

Auf dass wir wieder bald sind frei

Zu Feiern und Gemeinschaft dann

Ziehts jeden hin, ja jedermann

 

Beim Lesen der Lesung hätt ich fast gelacht

Die ist für Corona ja wie gemacht

Von Aussatz spricht Levitikus

Ein jeder an unsre Not denken muss

 

Der Mensch mit Aussatz unrein gilt

Ein jeder ihn als unrein schillt

Die Krankheit macht ihn ganz allein

Verlassen will doch keiner sein

 

Vernunft ist, dass man sich gut schützt

Doch wer ist da, der andern nützt?

Zum Glück gibt’s Menschen mit Herz und Mut

Die kümmern sich um des andern Gut

Die Kranken sind der Kirche Ort

Sie tröstet gern mit Tat und Wort

In der Gesellschaft zwar nicht anerkannt

Bleibt Kirche doch systemrelevant

 

Gesundheit des Leibes ist ein hohes Gut

Doch was gibt der Seele Mut

Wer nur an den eigenen Nutzen denkt

Am End sein Glück an Falsches hängt

 

Wer Gutes aus Gottesliebe tut

Am Herzen Gottes selber ruht

Auch wenn man nicht sieht die wahren Helden

Bei Gott wird Hingabe was gelten

 

Das Evangelium, ihr lieben Leut

Ist schwerlich faschingstauglich heut

Wir könnens schon nicht mehr ertragen

Um Krankheit geht’s in Faschingstagen

 

Dies Thema kennen wir genug

Ein jeder schwer daran nun trug

Was kann uns Jesus dazu sagen

Damit wir hier auch nicht verzagen?

 

Das Mitleid Jesu berührt mich heut

Er will das Heil, er will die Freud

Der Kranke wird nicht isoliert

Weil Christi Lieb ihn hat berührt

 

Geheilt soll dann der Kranke schweigen

Und keine falsche Werbung betreiben

Denn Wunder Jesu sind schon gut

Sie geben Menschen Kraft und Mut

 

Doch eines soll nicht sein- ihr wisst es schon:

Es ist die Wundersensation

Das Wunder kann nur der verstehen

An dem es selbst nur ist geschehen

 

Wer sich von Christus lässt berühren

Kann andre dann zu ihm auch führen

Aber nicht durch Marktschreierei

Dann wärs mit Jüngerschaft vorbei

 

Die Lesungen die heut sind dran

Ein jeder leicht aktualisieren kann

War uns das Thema Aussatz fremd

Jetzt doch ein jeder einen kennt

Den hat isoliert die Pandemie

Mit so was gerechnet hätten wir nie

 

Es scheint es sei ein verschenktes Jahr

Betrübt man rauft sich schon das Haar

Wie stehts mit Gottes Gerechtigkeit?

Da tröstet nur die Ewigkeit

 

Ein Jahr in Gottes Augen dann

Ein kleiner Wimpernschlag sein kann

Es kommt auch wieder eine Zeit

In der man feiert und sich freut

Vielleicht lernt man nach diesen Sätzen

Das Einfache wieder zu schätzen

Erkennt was wirklich zählt im Leben

Wir wollen uns Anteil daran geben

 

Drum geben wir Jesus unsere Wunden

In seinem Blick mag alles gesunden

Am besten fragen wir nicht: Warum

Das wär voll Frust, das wär zu dumm

 

Wir Christen glauben an einen Gott

Der kennt und trägt der Menschen Not

Einem solchen Gott kannst du dich schenken

Dein Leben ruht in seinen Händen

 

Drum dürfen wir Christen auch heuer fröhlich sein

Wir dürfen und innerlich doch freun

Denn Gott ist unserer Freude Grund

Und bald ist das Leben auch wieder bunt

 

So schließ ich heut mit vertrauten Worten

Die heuer so selten erklangen an unseren Orten

Ölling/Fengschl helau sag ich und Amen

Wir feiern Gott in Jesu Namen.

 

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