Impuls

Irren ist menschlich,

sagen wir; verirren auch.

Aber wer sagt denn,

dass die vermeintlichen

Umwege nicht in Wirklichkeit

das Leben sind,

das Leben,

das aus deinen Händen kommt,

weil du der Ursprung des Lebens bist?

(…)

Füg es, Herr,

dass wir am Ende dort ankommen,

wo du uns erwartest.

 

Gebet von Hermann Multhaupt

 

Pfarrverband Weißenburg

 

Ellingen mit

Weißenburg

Stopfenheim

Kapellenrungweg

Exkursion rund um Ellingen wurde vom Pfarrgemeinderat organisiert

 

Bei herrlichstem Sonnenschein trafen sich die Organisatoren dieses 1. Teils des Kapellenrundweges bei der Maria-Hilf-Kapelle in Ellingen und begrüßten die 17 Interessierten die teils mit Walkingstöcken ausgerüstet waren. Die für die Erwachsenenbildung zuständigen Pfarrgemeinderäte Eveline Nitzsche und Max Bayer entschieden sich, in Abstimmung mit Stadtpfarrer Dr. Stübinger für einen kleinen Ausschnitt aus diesem Rundweg.

 

Sie führten die Gruppe nach einer kurzen Begrüßung gleich zur ersten Station, der Maria-Hilf-Kapelle selber. Hier ruht in der Gruft der Deutschordensmeister von Hornstein und das Herz von Lehrbach. Im Wonnemonat Mai ist die Maria-Hilf-Kapelle auch immer wieder der Ort für die Maiandachten. In dieser kleinen Kapelle hinter unserer Stadtpfarrkirche, die Ursprünglich als Gruft Kapelle konzipiert war, findet man seine innere Ruhe. Der Weg führte uns anschließend am Stadttor bzw. am Tor zur Orangerie vorbei zur Kreuzigungsgruppe auf dem Friedhof. Hier erfuhr man nicht nur das Erstellungsjahr der von 1748 erschaffenen Skulptur sondern etwas zum Friedhof und dessen Entstehungsgeschichte selber. Vom Friedhof aus verweilten wir kurz bei der Wegkapelle Richtung Weißenburg und konnten dort, für manche erstmals, einen Blick hinein werfen. Weiter ging es dann auf den „Königsbuck“ zum dortigen Wegkreuz.  Diese Weg- oder Feldkreuze rund um Ellingen werden größtenteils von Ellinger Familien ehrenamtlich betreut und hergerichtet. Hier oben findet so mancher geplagte Geist seine Auszeit und schöpft Kraft mit herrlichem Blick über Ellingen. Weiter ging es über den Schotterweg Richtung Weißenburg und zum Abstieg zur B2 und derer Überquerung in Richtung der alten St. Johannes Brücke. Ein kurzer Stop an der auf dem Weg dorthin stehenden Steinsäule brachte zum Vorschein, dass so manches am Wegesrand gar nicht mehr wahrgenommen wird. Genauso wie die langsam in Vergessenheit geratende alte Brücke, die dem Heiligen Johannes Nepomuk geweiht ist. Wenige wussten, dass der Heilige Johannes Nepomuk bereits mit dem 3. Kopf ausgestattet ist und was es damit auf sich hat. Unweit davon steht ein im Dickicht verstecktes Sühnekreuz aus Sandstein. Weiter führte uns der flotte Spaziergang auf den Weg zum „Himmelreich“ am Wehr vorbei und unter der Bundesstraße durch. Den Weg dorthin nutzten die Teilnehmer zum regen Gedankenaustausch. Das Wegkreuz im Himmelreich wird alljährlich bei der Flur-Prozession in der Woche vor Christi Himmelfahrt angesteuert. Bei diesem Halt wurde auch die Herkunft des Flurnames diskutiert. Der Rückweg nach Ellingen in Richtung „Maxkirche“ verlief recht laut an der Bundesstraße entlang. Bei unserer letzten Station bestaunten wir die „Schauseite“ der Maximiliankirche, die seit dem Abriss der baufälligen Brücke in den späten 30er Jahren über die Rezat leider ebenfalls in Vergessenheit gerät. Auch hier findet man eine wunderschöne Kreuzigungsgruppe. Die Maximilianskirche ist ein einzigartiges Juwel in Ellingen und hat auch innen im Kirchenraum viel zu bieten. Die Kirche wird sehr gerne von Hochzeitspaaren gebucht, nicht nur aber auch wegen ihrer Schönheit. Der Besuch der Sakristei und das Läuten der Glocke hat den Teilnehmern auch einmal einen Blick „hinter die Kulissen“ gewährt. Die beiden kleineren Kapellen rechts und links der Kirche sowie das „Marterl“ vor der Kirche wurden auch noch erklärt. Wer damals auf der Wülzburg aus dem Kerker entkam und es bis zu diesem Marterl geschafft hatte, war in Sicherheit. Zum Abschluß der Runde gingen wir noch die alte Allee entlang die ursprünglich bis zur Maxkirche ging und durch die nicht mehr erneuerte Brücke an der Rezat endet.

 

Vielleicht sollte sich der Stadtrat und der bald neu zu wählende Bürgermeister nochmals ein Herz fassen und die bereits in der Schublade befindlichen Pläne zur Erneuerung bzw. Neuerstellung hervorholen.

 

Zurück in Ellingen genoss man noch im „Cafe am Rathaus“ den wohlverdienten Kaffee. Die Strecke von knapp 5 Kilometern wurde in 2,5 h absolviert und die Resonanz auf diesen besonderen „Spaziergang“ war durchweg positiv. Wir bedanken uns nochmal bei den Teilnehmern für Ihr Interesse und bei den Referenten ganz herzlich für die hervorragenden Vorträge und geistlichen Impulse. Die Kombination bzw. der Austausch von theologischen und historischen Daten und Fakten, sowie der kleinen Gebetseinheiten und Liedern funktionierte zwischen den beiden Referenten DV Dr. Thomas Stübinger und Max Bayer hervorragend. Die Beiden spielten sich immer wieder gekonnt die Bälle zu.

 

Der komplette Weg wird auch im Internet mit insgesamt knapp 27 KM ausgewiesen und findet man unter:

https://fraenkisches-seenland.bayern-online.de/die-region/staedte-gemeinden/ellingen/freizeit-sport/sport/wandern-wanderwege/kapellenrundweg/